FPS: Wie viele Bilder das Spiel erzeugt

Ein Spiel erzeugt den Eindruck von Bewegung durch aufeinanderfolgende Bilder. FPS steht für „frames per second“, also Bilder pro Sekunde. Bei 60 FPS erzeugt das Spiel durchschnittlich 60 Bilder pro Sekunde, bei 120 FPS doppelt so viele.

Der Durchschnitt ist ein guter erster Anhaltspunkt, verdeckt aber Schwankungen. Ein Spiel kann einen hohen Wert anzeigen und sich trotzdem stockend anfühlen. Das ist wie die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Autofahren: Sie verrät nichts über die einzelnen Bremsmanöver unterwegs.

Der 1%-Low-Wert: ein Anhaltspunkt für Leistungseinbrüche

Der „1%-Low“-Wert betrachtet den langsamsten Teil der gemessenen Sequenz. Er wird in FPS angegeben und hilft, Einbrüche zu erkennen, die der Durchschnitt verbergen kann. Bei gleichen Bedingungen und gleicher Berechnungsmethode ist ein höherer Wert in der Regel besser.

Er ist weder das absolute Minimum noch eine Garantie dafür, dass das Spiel niemals unter diesen Wert fällt. Je nach Software kann die Zahl einen Schwellenwert darstellen, der die langsamsten Bilder von den übrigen trennt, oder einen Durchschnitt über einen langsamen Teil der Aufzeichnung. Deshalb sollten nur auf dieselbe Weise berechnete Ergebnisse verglichen werden.

Nehmen wir ein fiktives Beispiel, das ausschließlich die Auswertung der Ergebnisse veranschaulichen soll:

  • Konfiguration A: durchschnittlich 100 FPS, mit einem 1%-Low-Wert von 75 FPS.

  • Konfiguration B: durchschnittlich 100 FPS, mit einem 1%-Low-Wert von 40 FPS.

Beim Durchschnitt liegen beide Konfigurationen gleichauf. Bei gleicher Szene, gleichen Einstellungen und gleicher Berechnung zeigt Konfiguration B im langsamen Teil der Messung jedoch stärkere Leistungseinbrüche. Konfiguration A erzielt bei dieser Kennzahl hier das bessere Ergebnis.

Diese beiden Zahlen verraten allerdings nicht, wann die Einbrüche auftreten oder ob sie sich an einer Stelle häufen. Um das zu verstehen, können Sie die Frametimes betrachten.

Frametime: auf Gleichmäßigkeit achten

Die „Frametime“ ist die gemessene Zeit pro Bild in Millisekunden. Bei vollkommen gleichmäßigem Rhythmus entsprechen 60 FPS etwa 16,7 ms pro Bild und 120 FPS etwa 8,3 ms.

In einem Frametime-Diagramm zeigt eine Spitze nach oben ein Bild an, das länger benötigt als die vorherigen. Springt die Zeit plötzlich von 16,7 auf 80 ms, kann sich diese Wartezeit wie ein Ruckler anfühlen. In einem über mehrere Minuten berechneten Durchschnitt kann sie fast vollständig untergehen.

Achten Sie beim Lesen dieses Diagramms deshalb auf kurze und gleichmäßige Zeiten. Eine flache Linie allein reicht nicht: Bei 50 ms pro Bild ist der Rhythmus gleichmäßig, entspricht aber nur 20 FPS.

Vergleichbares vergleichen

Bevor Sie zwei Grafikkarten gegeneinander abwägen, prüfen Sie die Auflösung: Full HD, 1440p oder 4K. Je mehr Pixel berechnet werden müssen, desto höher ist in der Regel der Aufwand. Prüfen Sie auch die Grafikeinstellungen: „Mittel“ und „Ultra“ stellen unterschiedliche Anforderungen.

Auch der Prozessor, die Spielversion, der Grafiktreiber und der getestete Abschnitt spielen eine Rolle. Ein Spaziergang durch einen leeren Flur und der Weg durch eine belebte Stadt sind nicht derselbe Test. Für einen Vergleich mit Ihrem PC sollten Sie die im Artikel genannten Bedingungen möglichst genau nachstellen.

Achten Sie außerdem auf die Frame Generation: Sie fügt Zwischenbilder zu den vom Spiel berechneten Bildern hinzu. Das kann die Darstellung flüssiger machen, doch eine Verdoppelung der FPS bedeutet nicht automatisch, dass Ihre Eingaben doppelt so schnell umgesetzt werden. Vergleichen Sie Ergebnisse mit und ohne diese Option getrennt und prüfen Sie auch die Bildrekonstruktionsmodi, etwa DLSS oder FSR.

So lesen Sie unsere Diagramme

Beginnen Sie mit dem Spiel, der Auflösung und den Einstellungen, die Sie interessieren. Betrachten Sie anschließend den Durchschnitt und danach den 1%-Low-Wert, sofern angegeben. Liegen zwei Durchschnittswerte nahe beieinander, kann diese zweite Kennzahl einen Unterschied sichtbar machen, den der erste Balken nicht zeigt.

Bei FPS-Werten ist höher in der Regel besser. Bei Zeiten in Millisekunden ist niedriger in der Regel besser. Die Erläuterungen im Test beschreiben anschließend beobachtete Ruckler und die Grenzen des Vergleichs.

Fazit

Der Durchschnitt zeigt die Gesamtleistung, der 1%-Low-Wert beleuchtet Leistungseinbrüche und die Frametimes helfen, die Gleichmäßigkeit der Bildfolge zu verstehen. Zusammen und unter vergleichbaren Bedingungen sind sie nützlicher als eine einzelne beeindruckende Zahl.

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