Nach einer Woche mit der ROG Harpe II Extreme Edition 20 bleiben besonders Form und Gleiteigenschaften in Erinnerung. Das durchscheinende Gehäuse und die vergoldeten Details fallen auf, doch beim Spielen überzeugte sie uns am meisten. Wir zogen sie sogar unserer Logitech G PRO X2 SUPERSTRIKE vor. Ein großes Hindernis bleibt der Testzeitpreis von 250 bis 300 €.

Unsere Testbedingungen

Dieses Exemplar kaufte unser Partner Absolute PC. Wir nutzten es etwa eine Woche durchschnittlich vier Stunden täglich für Büroarbeit, Counter-Strike 2 und Battlefield 6. Zum Einsatz kamen ein ROG Scabbard II XXL Edition 20-Mauspad und die serienmäßigen Gleitfüße.

Wir spielten überwiegend per Funkempfänger mit 1.600 DPI und 8.000 Hz bei ausgeschalteter Beleuchtung. Das Kabel kam knapp zwei Stunden ausschließlich bei Büroarbeit zum Einsatz. Unsere Eindrücke beziehen sich auf diese Alltagsnutzung; Latenzmessungen führten wir nicht durch.

Eine Verarbeitung zum Anschauen

Wie bei der Azoth Extreme Edition 20 beeindruckte uns die Verarbeitung. Das durchscheinende schwarze Gehäuse gibt den Blick ins Innere frei; ASUS bestätigt die Details mit 24-Karat-Vergoldung [1]. Das Gesamtbild gefällt uns sehr, ebenso die integrierte Beleuchtung. Am Ende der Woche schlossen wir sie sogar nur an, um die Optik zu genießen.

Auch die Verpackung ist hochwertig, das Zubehör erschien uns ausreichend. ASUS nennt eine Präsentationsbox, Empfänger mit Verlängerung, zwei Meter Kabel, Griffaufkleber, Glasgleitfüße und ein Reinigungsset [2]. Wir nutzten die Maus unverändert, ohne zusätzliche Grips oder andere Gleitfüße.

Die Beschichtung bietet guten Halt, Rutschen war kein Problem. Im durchscheinenden Bereich bleiben allerdings einige Handballenspuren sichtbar. Das ist ein kleiner optischer Makel ohne Einfluss auf den Komfort.

Die Verpackung der Maus.

Eine Form, die sofort passt

Wir legen den Handballen auf und halten die Finger gekrümmt. So fühlte sich die Harpe angenehmer an als unsere bisherige Logitech. Die Seitentasten liegen genau unter dem Daumen, ohne dass wir umgreifen müssen. Auch nach mehreren Stunden gab es keine Beschwerden.

ASUS nennt 126,1 × 63,9 × 39,7 mm und 82 g [2]. In Bewegung wirkt sie dennoch ausgesprochen leicht. Dazu trägt wesentlich bei, wie mühelos sie über das Mauspad gleitet.

Seitenansicht und Seitentasten der Harpe.

Sehr leichtes Gleiten im Spiel

Auf dem Scabbard II XXL Edition 20 machen die Originalgleitfüße gegenüber unserer Logitech einen großen Unterschied. Die Maus gleitet sehr leicht, anfangs für unseren Geschmack fast zu leicht. Dennoch hatten wir sie sofort unter Kontrolle, ohne echte Eingewöhnung in CS2 oder Battlefield 6.

Besonders gefiel uns das Zusammenspiel aus müheloser Bewegung und passender Form. Wir fühlten uns beim Spielen sofort wohl. Dieser Eindruck gilt für die im Test verwendete Kombination aus Maus und Pad.

Die Harpe besitzt einen ROG AimPoint Pro 65K-Sensor mit angegebenen maximal 65.000 DPI und unterstützt kabelgebunden wie kabellos 8.000 Hz [1][2]. Bei unseren 1.600 DPI und 8.000 Hz gab es weder Abbrüche noch unregelmäßige Bewegungen oder verlorene Klicks. Auch der kurze USB-Test verlief problemlos.

Die serienmäßigen Gleitfüße auf der Unterseite.

Angenehme Bedienelemente

Linke und rechte Taste klicken leicht, ohne zu weich zu sein. Schnelle Klickfolgen gelingen mühelos, unbeabsichtigte Klicks traten auch beim Spielen nicht auf. Die Klicks sind hörbar, störten uns aber nicht.

Der Widerstand des Mausrads passt für uns. Die seitliche Beschichtung ist angenehm am Finger, auch bei ungünstiger Haltung im Spiel. Der Radklick funktioniert wie erwartet, unbeabsichtigtes Scrollen stellten wir nicht fest.

Das Kabel gefiel uns weniger. Bei Büroarbeit war sein Einfluss auf die Bewegung spürbar. Wir kehrten lieber zur kabellosen Freiheit zurück.

Tasten und Mausrad von vorn.

Einfache Einstellungen und eine Woche ohne Laden

Empfindlichkeit und Beleuchtung stellten wir problemlos über Armoury Crate ein. ASUS bietet auch die Browserkonfiguration über Gear Link [1], die wir nicht ausprobierten.

Am Ende der Woche war der Akkustand vor dem Anschließen bei ungefähr vier Stunden täglicher Nutzung um rund 40 Prozentpunkte gesunken. Wir spielten kabellos mit 8.000 Hz ohne Beleuchtung und mussten während der Woche nicht nachladen.

Schließlich schlossen wir sie an, um die LEDs zu bewundern, und nutzten sie anschließend knapp zwei Stunden für Büroarbeit. Den Akkustand hatten wir vor diesem Laden abgelesen. Bis zur vollständigen Entladung testeten wir nicht.

Beschichtung und Gehäuse der Maus.

Herstellerangaben abgerufen am 25. September 2026. Nutzungseindrücke und Akkustand stammen aus unserem Test.

Fazit

Die Harpe II Extreme Edition 20 überzeugte uns schon in den ersten Partien. Ihre Form passt besonders gut zu unserer Hand, die Bedienelemente sind angenehm und sie gleitet fast mühelos. Verarbeitung und durch das Gehäuse sichtbare Beleuchtung bereiteten uns im Test zusätzlich Freude.

Zum gleichen Preis würden wir sie klar unserer Logitech G PRO X2 SUPERSTRIKE vorziehen. Mit 250 bis 300 € im Test bleibt sie teuer, auch wenn der Aufpreis der limitierten Edition nachvollziehbar erscheint. Sie ist günstiger als die Tastatur derselben Reihe, bleibt aber eine erhebliche Anschaffung.

Handballenspuren und das etwas störende Kabel sind unsere einzigen kleinen Kritikpunkte. Kabellos fanden wir keinen Grund, die Maus wechseln zu wollen. Damit bleibt der Preis die größte Hürde. Weihnachten naht immerhin – hoffentlich gibt es dann noch Bestand!

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